Idee

Die Grundidee der Hofgründung ist "Nutztieren" ein artgerechtes Leben und einen Tod ohne Leiden zu sichern. Gleichzeitig wollten wir hochwertige tierische Lebensmittel produzieren, die so erzeugt werden, dass sie nicht in der menschlichen Nahrungskonkurrenz stehen und keine Umweltbelastung darstellen ("Die Kuh ist kein Klimakiller").

Die Erkenntnis, insbesondere bei der Ernährung auf Qualität statt auf Quantität zu setzen, war und ist eine weitere Triebfeder unseres Schaffens. 

Die Idylle des ländlichen Ostvorpommerns, die Ruhe, die Weite, das ausgeglichene Klima der sanft-hügeligen Grundmoränenlandschaft mit kleinen Tümpeln, nahe der Ostsee (8 km bis zur Küste) machen die Realisierung dieser Ideen möglich. 


Geschichte

Es begann 1993 mit dem Kauf von 25 Robustrindern der Rasse Galloway und dem stattlichen Bullen "Robinson". Heute leben auf ca. 380 Hektar (3.800.000 m²) , aufgeteilt in mehrere Gruppen, je nach Jahreszeit zwischen 300 und 360 Weiderinder aller Altersklassen in familiärer Herdenbildung.

Das heißt jedem Tier stehen im Durchschnitt mehr als 10.000 qm zur Verfügung! Das  ermöglicht uns einen umweltbewussten und ökologischen Umgang mit den Grünlandflächen.

Im Rahmen einer ganzheitlichen Idee werden auch ca. 40  Freilandschweine pro Jahr gehalten, die ebenso wie die Weiderinder in artgerechter ganzjähriger  Freilandhaltung aufwachsen. Freilandgeflügel, einige Schafe und Ziegen sowie Hunde und Katzen  ergänzen den Tierbestand.


Tierhaltung

Die Weiderinder leben das ganze Jahr frei und ungebunden auf ihren ausgedehnten Koppeln. Sie werden nur zu Gesundheits- und Ohrmarkenkontrolle, Kastration der Jungbullen und zur Auswahl der Schlachttiere in großen Fanggittern kurzzeitig zusammengefasst.

Die Weiderinder haben zwar Unterstände, suchen diese aber nicht wie der Mensch zum Schutz vor Regen oder Kälte, sondern vor der Sonne auf. 

Die Kälber kommen bis auf Einzelfälle ohne fremde Hilfe zur Welt und werden, so lange die Natur es zulässt, von ihren Müttern gesäugt. Sie wachsen ohne Milchersatzstoffe und Kraftfutter auf. Sollte ein Kalb ausnahmsweise auf Grund einer Laune der Natur nicht bei der Mutter aufwachsen können, wird es von uns per Hand aufgezogen. Das Prinzip "Futter nur von den eigenen Flächen" ist lückenlos. Von Mai bis November wächst den Tieren das Futter ins Maul; die Winterfütterung besteht aus Heu und Stroh, das auf eigenen Flächen geworben wird. 

Als Sonnenschutz dienen den Weiderindern Baumgruppen und Unterstände. Einseitig offenen "Burgwälle" aus Stroh- und Heuballen stehen den Tieren im Winter bei stärkerem Wind zur Verfügung.

Die Freilandchweine leben tagsüber in einem Wäldchen mit Suhle, wo sie ihrem unbändigen Wühl- und Spielbedürfnis ungehemmt nachgehen können; nachts schlafen sie in einer mit Stroh eingestreuten Hütte. Sie werden ohne Verwendung von Industriefutter und ohne Aufzucht- oder Masthilfen "wie zu Omas Zeiten" mit Kartoffeln, Getreideschrot, sehr viel Grünfutter und Futterkalk ernährt. Die in der Schweine- und Geflügelmast als Mastbeschleuniger zwar verbotenen, sehr häufig jedoch trotzdem angewendeten Antibiotika sind bei uns tabu. 

Weiterhin tummeln sich bei uns Gänse und Enten im Grünen mit Schwimmteich sowie einige freilaufende Hühner zur Eier- und Fleischerzeugung. Auch diese Tiere werden ausschließlich (mit Ausnahme des Kückenfutters) mit hofeigenem Getreide und Weide antibiotikafrei gefüttert.